Eines Abends, in Moskau, in der Wohnung von E.P. Peschkowa, sagte Lenin, als er einer Beethoven-Sonate lauschte, die Issai Dobrowejn spielte: "Ich kenne nichts Besseres als die 'Appassionata', ich könnte sie jeden Tag hören. Eine erstaunliche, nicht menschliche Musik. Ich denke immer voller Stolz, der vielleicht naiv ist: Was für ein Wunder können die Menschen vollbringen!"
Und mit zusammengekniffenen Augen und einem kurzen Lachen fügte er nicht besonders fröhlich hinzu: "Doch kann ich die Musik nicht oft hören, sie greift die Nerven an, man möchte liebevolle Dummheiten sagen und den Menschen die Köpfe streicheln, die in einer widerwärtigen Hölle leben und so etwas Schönes schaffen können. Aber heutzutage darf man niemandem den Kopf streicheln -die Hand wird einem abgebissen, man muß auf die Köpfe einschlagen, mitleidslos einschlagen, obwohl wir, unserem Ideal nach, gegen jede Gewaltanwendung gegenüber Menschen sind. Hm-hm, ein teuflich schweres Amt!"
11.7.06 16:29
 


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